Logopädie – was ist darunter zu verstehen?

Logopädie ist ein therapeutischer Beruf, der sich aus folgenden Bereichen zusammensetzt:

Sprache Sprechen Stimme Schlucken

Diese Bereiche beinhalten:
Prävention Diagnostik/Befundung Beratung Therapie/Rehabilitation


Störungsbilder – Schwerpunkt Kindersprache


Sprachentwicklungsverzögerung: (SEV)

Sprachentwicklungsstörung: (SES)

Dyslalie:
Fehllautbildung; Störung der Artikulation;

Phonologische Störung:
Phonologie – die Lehre vom Phonem (kleinste bedeutungsunterscheidende lautliche Einheit) in seiner Verbindungsmöglichkeit, seinem Vorkommen, seiner Funktion im Sprachsystem, der Lautdauer, sowie der Unterscheidung durch Minimalpaare z.B. Kasse/Tasse.

Dysgrammatismus:
Störung der Fähigkeit, sich sprachlich durch deklinatorisch und konjugatorisch richtig gebrauchte Wörter auszudrücken.

Auditive Wahrnehmungsstörung:
Störung der Aufnahme, Speicherung, Selektion, Differenzierung, Analyse, Synthese, Ergänzung und Integration.

Lese-Recht-Schreibschwäche (LRS):
Synonym für Legasthenie;
Störung der Beziehung zwischen geschriebenem oder gedrucktem und dem ausgesprochenen und erkannten Wort. Zeichen hierfür sind besonders häufige und schwerwiegende Lesefehler, verzögertes Lesetempo und Schreibfehler.

Myofunktionelle Störung: (orofaziale Störung)
Zeichen ist meist ein leicht offen stehender Mund mit hypotoner vorverlagerter Zunge. Hypotonie von Gesichts-, Wangen-, Lippen-, Zungen-, sowie der übrigen Kau-, und Schluckmuskulatur. Geringe bis keine Nasenatmung, häufige Infektanfälligkeit, vermehrter Speichelfluss, Zungenpressen gegen die Zähne, falsches Schluckmuster.

Aphasie:
Sprachstörung nach Schlaganfall, Unfall oder einer neurologischer Erkrankung.

Dysarthrie/Dysarthrophonie:
Artikulationsstörung (Sprechstörung) nach neurologischer Erkrankung, oft in Begleitung nach einem Schlaganfall.

Dysphagie (Schluckstörung):
Störung der Aufnahme und des geregelten Transportes der
Nahrung vom Mund in den Magen nach neurologischer Erkrankung.